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Neues Sanktionspaket der EU gegen Russland: Ein Schritt oder mehr?

Die EU hat ihr 21. Sanktionspaket gegen Russland vorgestellt. Doch bringt es wirklich die erhofften Änderungen?

Von Felix Schuster1. Juli 20261 Min Lesezeit

Viele gehen davon aus, dass Sanktionen immer eine direkte und sofortige Wirkung haben. Man denkt, dass, wenn man die richtigen Maßnahmen ergreift, die betroffene Nation umgehend reagiert oder sich ändert. Aber was wäre, wenn das nicht der Fall ist? Bei dem neuesten Sanktionspaket der EU gegen Russland, das als 21. in dieser Reihe vorgestellt wurde, ist es an der Zeit, einen anderen Blickwinkel einzunehmen.

Ein anderer Blick auf die Sanktionen

Erstens, trotz der harten Sanktionen, die bereits gegen Russland verhängt wurden, bleibt das Land weiterhin stabil in seiner politischen Agenda. Die russische Regierung hat sich bis jetzt nicht bewegt, sondern scheint sogar entschlossener, ihre Ziele zu verfolgen. Das zeigt, dass Sanktionen allein nicht ausreichen, um eine Regierungsführung in den Griff zu bekommen, die auf Aggression und Expansion ausgerichtet ist.

Zweitens, die Sanktionen könnten letztlich auch negative Folgen für die EU selbst haben. Die wirtschaftlichen Verflechtungen sind komplex. Energiepreise steigen, und Unternehmen in Europa kämpfen, während in Russland die Bevölkerung oftmals die eigene Regierung unterstützt in der Wahrnehmung eines äußeren Feindes. Das ist eine Art doppelter Schlag: Die EU versucht, Druck auszuüben, läuft aber Gefahr, sich selbst ins Bein zu schießen.

Schließlich ist es wichtig zu erkennen, dass Sanktionen oft wenig Einfluss auf die breite Gesellschaft haben. Die Menschen in Russland sehen sich nicht unbedingt als Opfer der Sanktionen, sondern könnten sich eher mit ihrer Regierung identifizieren, die gegen das „Unrecht“ aus dem Westen kämpft. Diese Wahrnehmung könnte die Unterstützung für die Regierung sogar stärken, anstatt sie zu schwächen.

Natürlich gibt es einen Konsens darüber, dass Sanktionen ein Werkzeug sind, um auf völkerrechtliche Verstöße zu reagieren. Die EU hat mit diesem Sanktionspaket sicherlich recht, die Aggression Russlands anzuprangern. Aber das Bild ist vielschichtiger. Es reicht nicht, nur zu sagen: „Hier sind die Sanktionen“. Es braucht auch einen Plan, um einen positiven Dialog zu fördern und alternative Lösungen zu suchen. Denn am Ende sind Sanktionen nur ein Teil des Puzzles.

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